Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal

Galerie im Kreuzgang

Die 2012 gegründete und von Claudio Hils kuratierte Galerie im Kreuzgang zeigt Positionen zeitgenössischer Fotografie, die sich grundsätzlich mit dem Bild des Menschen in der Fotografie auseinandersetzen.

Die Galerie, die von der Akademie für Lehrerfortbildung Obermarchtal getragen wird, zeigte zuerst über 2 Jahre hinweg Ausstellungen von Künstlern, die sich mit dem Thema der Jugend auseinandersetzten.

Von 2014 bis 2016 folgt nun eine neue thematische Ausrichtung. Es steht nun das Altern im Fokus. Hierzu sind folgende Positionen von Sibylle Fendt (Gärtners Reisen), Zoltan Jokay (Mrs. Raab wants to go home), Knut Wolfgang Maron (Ein Leben) und Walter Scheels (Noch mal leben) eingeplant.

weitere Informationen:
https://www.schulstiftung.de/stiftung/akademie/galerie-im-kloster-obermarchtal/fotografie/


Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal, 10.05.2016 - 31.07.2016

Fotos: Walter Schels
Texte: Beate Lakotta

Schels1

Kaum etwas bewegt uns so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Doch kaum etwas geschieht heute so verborgen wie das Sterben. Herausgelöst aus Familie und Alltag sind Tod und Sterben zu tabuisierten Erfahrungen unserer Gesellschaft geworden. Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin Beate Lakotta baten unheilbar Kranke, sie in ihren letzten Tagen und Wochen begleiten zu dürfen. Aus diesen Begegnungen entstanden einfühlsame Porträts von Menschen, die ihrem Tod sehr nahe sind.

Die Schwarz-Weiß-Fotografien entstanden Tage oder Wochen bis zu 1 Jahr vor und meist nur wenige Stunden nach dem Tod der Porträtierten. Die Ausstellung berichtet von den Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen der Sterbenden und lässt sie noch einmal zu Wort kommen. Die meisten der Porträtierten haben ihre letzte Zeit in einem Hospiz verbracht. Hospize sind Lebensorte für Sterbende. Sie bieten Schwerstkranken die Möglichkeit, ihr Lebensende so schmerzfrei und bewusst wie möglich zu verbringen. Wer hier einzieht weiß, dass er nicht in seine Wohnung zurückkehren wird. Er weiß dass er Abschied nehmen muss und dass er nicht mehr viel Zeit hat, seine persönlichen Dinge zu regeln. Nur eine kurze Spanne bleibt, um Bilanz zu ziehen, Frieden mit sich und anderen zu machen, sich mit dem Tod zu befassen und mit der Frage nach dem Danach. Und doch ist hier kaum ein Mensch ohne Hoffnung: auf einige Tage mehr, auf ein Sterben in Würde oder darauf, dass der Tod nicht das Ende von allem sein möge.

Über zwei Jahre arbeiteten Walter Schels und Beate Lakotta für diese Ausstellung in der dichten, auf das Wesentliche konzentrierten Atmosphäre der Hospize.

Alle Porträtierten waren mit der Veröffentlichung einverstanden.

Walter Schels

 

Ausstellungseröffnung

9.5.2016 um 19 Uhr
Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal

Grußwort
Dr. Berthold Suchan

Einführung
Prof. (FH) Claudio Hils
Kurator der Ausstellung

 

weitere Informationen:
Einladung zur Ausstellungseröffnung [PDF]
http://www.schulstiftung.de/stiftung/akademie/galerie-obermarchtal/fotografie/

Ausstellungsansichten

213A4506k 213A4513k 213A4486k 213A4490k 213A4470k 213A4482k

Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal, 13.10.2015 - 28.02.2016

jokay
 
Seit 2007 arbeitet Zoltán Jókay zunächst als Quartiersbetreuer in einer am Rande Münchens gelegenen Siedlung mit einkommensschwachen Bewohnern, dann als Betreuer in einem Altersheim. Dass hier auch Fotografieren möglich sein würde, spielt anfänglich keinerlei Rolle. Diese Arbeit dient erst einmal schlichtweg dem Lebensunterhalt. Der Status der menschlichen Existenz als Rechengröße ist nirgendwo derart unvermittelt zu erfahren wie in der brutalen Ökonomie von Pflege und Betreuung. Die Menschen, denen Jókay hier begegnet, sind nur bedingt in der Lage, für sich und ihre Interessen einzutreten. Zu der Einbuße der persönlichen Autonomie und dem Verlust der eigenen vier Wände addiert sich der Verlust von Erinnerung. Zoltán Jókay reagiert auf diese Situation mit dem Bedürfnis, denen, mit denen er arbeitet, die er betreut, jene Würde und Individualität zurückzugeben, die ihnen die Umstände häufig verweigern. Nach zwei Jahren beginnt er sowohl in der Siedlung als auch im Heim zu fotografieren, und in den folgenden drei Jahren entsteht eine mehr als 60 Bilder umfassende Serie von ebenso magischer wie veristischer Poesie. In einem solchen Zusammenhang offenbart die Bild-Text-Kombination ihre herausragend Fähigkeit: Eine von Krankheit und Alter gezeichnete Hand oder eine Rückenansicht, ergänzt um eine Textzeile, erzeugen einen poetischen Raum, in dem ein Moment der Empathie, die Ahnung einer Biografie und damit ein Gegenüber entsteht.
 
Inka Schube, Kuratorin für Fotografie Sprengel Museum Hannover
 
 
weitere Informationen: Einladung zur Ausstellungseröffnung [PDF] http://www.schulstiftung.de/stiftung/akademie/galerie-obermarchtal/fotografie/

Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal, D, 10.3.2015 – 20.9.2015

maron_1

Aus der intensiven Beziehung zu der kranken Mutter bis hin zu ihrer absoluten Schwäche, die das Verhältnis Mutter-Sohn völlig umkehrte, entstand durch Vertrauen eine immense Intimität, aus der heraus es erst möglich wurde, zu diesen Bildern zu gelangen.
Knut Wolfgang Maron

Der Fotograf Knut Wolfgang Maron hat in der Serie „Ein Leben“ von 1997 bis 2012 die letzten
Lebensjahre seiner Mutter festgehalten. Die Bilder sind berührende Zeugnisse des häufig ausgeblendeten Alterns, Dokumente des Abschieds und des Trostes der Dinge. Nach dem Tod seiner Mutter erhielt er ihren Lebensraum, das Elternhaus, für weitere zwei Jahre und verbrachte dort jede freie Minute um zu fotografieren. Knut Wolfgang Maron nutzte den Nachlass als assoziationsreiche Projektionsfläche für seine subjektive fotografische Trauerarbeit.
Knut Wolfgang Maron gilt als ein Pionier der deutschen Farbfotografie. Er studierte noch an der Folkwangschule in Essen bei Prof. Dr. Otto Steinert und Prof. Erich vom Endt. Heute lehrt er als Professor Fotografie an der Hochschule Wismar.

weitere Informationen:
Einladung zur Ausstellungseröffnung [PDF]
http://www.schulstiftung.de/stiftung/akademie/galerie-obermarchtal/fotografie/

Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal, DE, 10.10.2014 - 30.01.2015

o.T. aus der Serie o.T. aus der Serie o.T. aus der Serie

Im Sommer 2008 beschloss Lothar Gärtner mit seiner Frau Elke eine letzte große Reise zu wagen. Ihr gemeinsames Leben lang hatten sie Europa mit dem Wohnwagen bereist. Elke hatte 2 Jahre zuvor die Diagnose erhalten, dass sie an Demenz erkrankt war. Lothar wollte sie so lange wie möglich in ihrem gemeinsamen Haus pflegen und auf ihrem Weg begleiten.
Im März 2008 begann Sibylle Fendt, Lothar und Elke in ihrer Heimat zu fotografieren.
Im August und September 2008 begleitete sie sie dann auf ihrer letzten Reise durch Polen, Litauen, Lettland, Estland bis nach Sankt Petersburg und zurück. Die Bilder, die dabei entstanden sind, sind keine Reisedokumente. Sie sind Symbole für eine Reise in unbekanntes Terrain.
Elke verstarb im Februar 2009 in Folge eines Sturzes.

Ausstellungsdauer: 10.10.2014–30.1.2015
Ausstellungseröffnug: 09.10.2014, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mo–Sa, 8–20 Uhr,
an Sonn- und Feiertagen nach telefonischer Absprache

weitere Informationen:
Einladungskarte zur Ausstellung [PDF]
www.schulstiftung.de/stiftung/akademie/galerie-obermarchtal/fotografie/

Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal, DE, 6.05.2014-31.07.2014

Ute Behrend arbeitet in den gezeigten beiden Arbeiten mit Bildpaaren. Ihre Zusammenstellungen schaffen Assoziationsräume, die über das Einzelbild hinausweisen. Anders als die Sprache oder die Schrift greift die Fotografie als sehr direktes Mitteilungsmedium offensiv in die Vorstellungswelt ein. Durch die außergewöhnliche Form werden innere Welten visuell geöffnet und Gefühle wie z.B. Berührtsein oder Unbehagen ausgelöst. Darauf beruht auch die große poetische Kraft ihrer Bilder. In den Arbeiten Small Silent City und Second Gance setzt sich Ute Behrend mit der Phantasie und den Vorstellungswelten von Kindern und Jugendlichen auseinander. Die portraitierten Jungen und Mädchen schauen ernst bis versunken und scheinen ganz in ihrer Welt gefangen. Der Betrachter stößt auf Pappe, Beton, Efeu und Plastik, begegnet Modellautos, Fröschen und Säugetieren und gerät dabei in die Position des kindlichen Forschers und des erwachsenen Interpreten. Ein Satz von Erich Kästner bekommt hierbei wieder neue Relevanz. „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.“
Ute Behrend lebt und arbeitet in Köln.

weitere Informationen:
www.utebehrend.de
www.schulstiftung.de/stiftung/akademie/galerie-obermarchtal/fotografie/
Einladungskarte zur Ausstellung (PDF)

Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal, DE, 24.09.2013-26.01.2014

Ute und Werner Mahler haben in fünf Vorstädten in Europa Portraits von jungen Frauen gemacht. Ausgehend von den Vororten Berlins reisten sie in den Norden nach Reykjavik, in den Süden nach Florenz, in den Westen nach Liverpool und in den Osten nach Minsk.

Vorstädte in vielen Teilen der Welt ähneln sich. Sie wirken weder beschaulich noch architektonisch spannend. Sie sind funktionell, lassen aber kaum einen Charakter erkennen. Städte expandieren
nicht in ihren attraktiven Kernen, sondern am Rand, also in den Vorstädten.
Diese Gebiete sind häufig soziale Brennpunkte.

Wie sehr prägen Umgebungen und wie sehr beeinflussen sie ihre Bewohner, im Guten wie im
Schlechten? Wie sehr kann sich Individualität und Stärke herausbilden?

Die Arbeit besteht aus 2 Teilen:
den Porträts von jungen Frauen und Mädchen, die vor einem nicht definierbaren, unscharfen
städtischen Hintergrund sitzen, und den Portraits der Vorstädte.

Die jungen Frauen und Mädchen befinden noch in einer Übergangsphase, manche sind kein Kind
mehr, sind aber auch noch nicht Frau.
In dieser Phase ist alles offen, Beruf, Wohnort, Partnerschaft, Familie.
Die Frauen könnten die Vorstädte als Übergang begreifen, könnten aufbrechen, könnten auch
bleiben.

Dieses rätselhafte, oft irritierende Dazwischen hat Ute und Werner Mahler interessiert.
Der Moment, an dem alles noch unbestimmt und möglich ist.

weitere Informationen:
http://www.schulstiftung.de/stiftung/akademie/aktuelle-ausstellungen/
Einladungskarte zur Ausstellung (PDF)

Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal, DE, 10.04.2013-23.06.2013

1988 begann Andreas Mader eher zufällig, seinen Freundeskreis zu fotografieren. Bald systematisierte er jedoch seine Aufnahmestrategie und schuf über viele Jahre hinweg eine Serie unprätentiöser, aber gleichzeitig sehr intimer Porträts seines engsten Umfeldes. In unterschiedlichen Zeitabständen nahm er immer wieder die gleichen Personen auf. So entstand ein zeitliches Kontinuum mit all seinen Brüchen, Alltäglichkeiten, Überraschungen und Merkwürdigkeiten.
Andreas Maders Kamerablick ist streng, kontrolliert und ganz und gar unsentimental. Die Inszenierung der Aufnahmesituation mit der Großbildkamera lässt dabei den Personen genügend Raum, etwas von sich selbst zu erzählen. „Ich mag die Umständlichkeit der Großbildkamera; man braucht ein Stativ, schleppt eine Menge Zeug mit sich herum. Jede Änderung des Standpunktes ist eine Prozedur. Man muss sehr entschieden sein, macht nicht viele Belichtungen. Wenn es gelingt, dann ist es, als seien in einem guten Bild die vielen enthalten, die man nicht machen konnte.“

Andreas Mader lebt in Zell bei Winterthur.
Neben seinem hier vorgestellten „Lebensprojekt“ arbeitet er als freischaffender Fotograf und unterrichtet Fotografie an verschiedenen Hochschulen.

weitere Informationen:
http://andreasmader.ch
http://www.schulstiftung.de/stiftung/akademie/aktuelle-ausstellungen/

Galerie im Kreuzgang, Kloster Obermarchtal, DE, 10.10.2012 - 15.3.2013

Die Porträtserie Inbetweens beschäftigt sich mit der intensiven und spannungsvollen Zwischenwelt von Jugendlichen. Bei Jugendlichen entwickeln sich Körper, Psyche und Verstand in Abhängigkeit von der eigenen Erfahrung und der Umwelt, und sie tun dies unterschiedlich schnell. Während Jugendliche körperlich und intellektuell Erwachsenen ähnlich, manchmal sogar überlegen sein können, hinkt die Psyche, hinkt die Selbsteinschätzung oft hinterher.
Andererseits täuschen kindliches Aussehen und Gebärden und verdecken die psychische und intellektuelle Reife einer Person. Diesem Wechselspiel zwischen Kind und Erwachsenem widmet sich die Fotografin in ihrer Arbeit.

Raphaela Seiferts seriell konzipierte Arbeit ist im Studio entstanden und zeigt die isolierten Protagonisten vor dem neutralen und weißen Hintergrund des Studios. Hierdurch wird die Konzentration des Betrachters ausschließlich auf das Aussehen, die Gestik und die Mimik der dargestellten Person gelenkt. Ein von den Jugendlichen selbst gewählter, im Bild inszenierter Gegenstand visualisiert symbolisch das Gleiten der Jugendlichen von einem Zeit- und Bewusstseinszustandes in einen anderen und schafft zugleich eine Verbindung und einen Vergleich zwischen den einzelnen Personen.

Auf die Frage, was bleibt, wenn ein Mensch die Welt verlässt, wenn er stirbt, gibt es viele Antworten. Immer aber sind es auch Fotografien, die uns von denen bleiben, die uns lieb und teuer sind. Fotografien vom persönlichen Umfeld eines toten Menschen lassen uns nachdenklich und traurig werden. Die Dinge sind noch da, doch der Mensch ist von uns gegangen. Die über mehrere Jahre entstandene Serie Ein Leben des 1954 geborenen Essener Fotografen Knut Wolfgang Maron rückt auf sehr intensive Weise die Vergänglichkeit in den Fokus. Der Fotograf hat die letzten Lebensjahre seiner Mutter dokumentiert – und ihre Umgebung sogar noch über ihren Tod hinaus. So entstand ein fotografisches Tagebuch, das in seiner Kraft und Melancholie etwa an die Arbeit Days With My Father von Phillip Toledano erinnert. Maron schafft schlichte und anrührende Bilder. Bilder, die viel Wärme ausstrahlen. Bilder, deren suggestive Schönheit in den kleinen Dingen steckt. Bilder, die mit zunehmender Zerbrechlichkeit der Mutter immer stiller werden. Immer mehr rückt ihre unmittelbare Umgebung ins Zentrum der Serie. Die Ordnung, die Dinge, welche die Protagonistin umgeben. Der Blick durch die geriffelte Glasscheibe der Waschküchentür etwa. Dahinter Kittel und Schal der Mutter. Auch diese Dinge sind Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Manchmal zeigt Maron seine Mutter im Zustand großer Erschöpfung – doch auch in diesen Momenten alles andere als würdelos. Es ist viel Poesie in den Alltagsgegenständen des Haushalts. In Töpfen, Tellern, Schalen und Schneidebrettchen, in den Einmachgläsern, der alten Brotschneidemaschine, den Schachteln und Schüsseln, mit denen sich Margarete Maron umgeben hat – in dem Haus, in dem sie viele Jahrzehnte lebte. Das Aussortieren von Haushaltsgegenständen ist ihr als Angehörige der Kriegsgeneration fremd geblieben. Auch die Dinge altern – der langjährige Gebrauch schreibt sich in ihr Aussehen ein. Es ist großartig, wie Maron im Unspektakulären das Besondere sucht und findet. Wie er die Trauer über das nahe Ende des Lebens der Mutter in eine fotografische Erzählung gießt die universellen Charakter hat. Was seine in zurückgenommenen, warmen Farben gegebene Fotografie stets auszeichnet, wurde von Dominique Baque trefflich zusammengefasst: „Sich zum Blick machen, zum reinen aufmerksamen Blick, nicht berühren, nicht stören, nicht aufrühren – für Knut Maron ist die ehrfürchtige Betrachtung vielleichtdie Haltung menschlichen Seins schlechthin.“ Und als Sinnbilder hat Joachim Skerl die Werke Marons beschrieben, was stimmt: Seine etwa 250 Arbeiten umfassende Serie Ein Leben – die zehn Jahre nach dem Tod von Margarete Maron im Jahr 2012 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde – ist ein Sinnbild für Leben und Sterben. Für Nähe und Liebe an sich. „Ich fotografiere, damit die Dinge sichtbar erscheinen, die hinter den Dingen liegen“, so hat Maron seinen fotografischen Ansatz einmal zusammengefasst. Seine Bilder fordern nicht wenig: einen intensiven Dialog. Knut Wolfgang Maron, der seit 1993 eine Professur für experimentelle Fotografie an der Hochschule Wismar hat, studierte von 1977 bis 1983 an der Folkwang-Schule in Essen in der Klasse Otto Steinert und Erich vom Endt – seine ersten Farbarbeiten waren 1979 im Museum Folkwang zu sehen. Die analog entstandene Serie wurde mehrfach ausgezeichnet und war bereits unter anderem in der Kunsthalle Erfurt, dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr und dem Staatlichen Museum Schwerin zu sehen. Es ist ein Katalog im Kerber Verlag erschienen. Jetzt wird die Ausstellung Ein Leben bis zum 20. September im Kloster Obermarchtal präsentiert. Die 2012 gegründete und von Claudio Hils kuratierte Galerie im Kreuzgang zeigt Positionen zeitgenössischer Fotografie,die sich grundsätzlich mit dem Bild des Menschen in der Fotografie auseinandersetzen. Die Galerie, die von der Akademie für Lehrerfortbildung Obermarchtal getragen wird, veranstaltete zuerst Ausstellungen von Künstlern, die sich mit dem Thema der Jugend auseinandersetzten. Von 2014 bis 2016 folgt eine neue thematische Ausrichtung. Es steht nun das Altern im Fokus. Marc Peschke

Der Moment, an dem alles möglich ist, interessierte das Fotografen-Ehepaar Mahler. Deshalb fotografierten sie in fünf Vorstädten Europas junge Frauen in der Übergangsphase vom Kind zur Frau. Vorstädte als Vergangenheit, Übergang, Zukunft?


  • alle aufklappen | 
  • alle zuklappen